Robert Michael Oswald




Ich bin Schauspieler und Musikant aus Österreich.

Schon früh mußte ich mein eigenes Geld verdienen. Ab dem Alter von ca. 10 Jahren habe ich mich als Billeteur im Kino angedient, und war in den darauffolgenden Ferien stets als Regalauffüller, Bote, Kioskgehilfe, Alphirte, Müllsammler, Gas - Wasser - Heizungs-Installationsgehilfe und als Bergbahnmitarbeiter tätig.

Nach der abgeschlossenen Handelsschule wurde ich mehr oder weniger dazu gegängelt eine Lehre als Steuerberaterfachgehilfe, Großhandelskaufmann und Maurer zu beginnen, die ich allerdings allesamt abgebrochen habe, um eine zeitlang als Antiquitätenhändler zu fungieren. Diese Tätigkeit führte mich mit meinem damaligen Kompagnon sogar auf große Märkte nach Stuttgart, München und Berlin.

1981/1982 zog es mich dann ins Ruhrgebiet. Ein Werbefotograf in Düsseldorf hat mir dann eine Stelle als Lehrling angeboten, da er mich von den ca. 30 Bewerbern mit Abstand am Geeignetsten fand, doch leider konnte ich mit dem angebotenen, geringen Gehalt mir gerade mal ein Zimmer leisten - um Nahrung hätte ich mich noch bemühen müssen. Nun gut - man macht das Beste draus: Immerhin gut 29 Mitbewerber waren ja aus Düsseldorf und wohnten im „Hotel Mama“.

Ich saß dann also am nächsten Tag mit 21 Jahren tatsächlich in der Düsseldorfer Altstadt, irgendwo zwischen dem „Weißen Bär“ und dem „Ratinger Hof“ und las in der Zeitung: „Junge Leute zum mitreisen gesucht“. Ich meldete mich.

Danach durfte ich für 2 ganze Tage in einer „Drückerkolonne“ in Duisburg unvergeßliche Erfahrungen sammeln, in denen allerdings meine mir angeborene Charakterfestigkeit in kürzester Zeit ihren Tribut forderte und ich von unserem „Einsatzort“ Hagen wieder Richtung Wuppertal trampte. Daraufhin suchte ich mir wieder eine „ehrliche“ Arbeit und war dann ein paar Monate in Essen - Kupferdreh in einer Betonfabrik, „Abteilung Randsteine“ tätig. 

Anschließend ging es wieder zurück nach Österreich, wo ich zuerst als Baugehilfe und dann sogar zu meiner großen Freude als „Cutter“ in einem kleinen Videostudio, welches leider Insolvenz anmelden mußte, anheuern durfte. Danach ging es als Hotelschwimmbademeister, Rigipser/Innenausbau, Malergehilfe, zwangsweise dann sozusagen - als „Gipfel der Geschichte“ - noch für ein paar Wochen als „Tütenkleber“ im „Cafe Viereck“ weiter.

Zu guter Letzt mußte ich dann sogar noch obendrein als Skiliftangestellter, Funker, Holzfäller, LKW Fahrer, Kassierer, Büffetier und Barmann, fungieren. Irgendwann waren allerdings die für mich möglichen Betätigungsfelder in der Heimat ausgeschöpft.

1985 zog es mich dann nach Wien. Dort war ich erstmal Straßenmusiker und Überlebenskünstler und wiedermal Barmann und dann Kellner am FKK Strand, welches wohl die schönste Zeit war. In dieser aufregenden Epoche erlernte ich nicht nur perfekt wienerisch. Nein, nicht nur das.

Ich habe Falco und seiner Frau im altehrwürdigen „Cafe Movie“ den Whiskey-Cola kredenzt, und damit den fast zufällig anwesenden Heinz Werner Schimanko begeistert, habe Hans Krankl und Herbert Prohaska die Hand geschüttelt und mit Kurt Hauenstein (Supermax) nicht nur ein Bier geschlürft. Ich war einer der ca. 10 Anwesenden im Cafe Incognito, als rechts neben mir 3 Mitglieder der EAV Platz eins der deutschen Charts mit dem Titel „Banküberfall“ begossen haben. Links neben mir sassen Stefanie Werger und Ulli Bär und waren am knobeln. Was für ein unvergesslicher Abend.

Egal ob mit Ronnie Urini und vorallem seinem damaligen Schlagzeuger Wolfgang Stelzer, egal ob im „Camera Club“ im siebten „Hieb“ oder im „Movie“ im achten „Hieb“ unweit des damaligen „Lichtblicks“ wo sich mein damaliges Leben eben abgespielt hat ... ich habe mir damals wirklich „Ganz Wien“ um die Ohren gehaut und viele Nächte zum Tag gemacht. In diesen Tagen wurde mir der leider viel zu früh verstorbene Hansi Lang ein ganz lieber Freund. Sein viel zu frühes Ableben betrübt mich heute noch sehr. Ich habe den Hansi sooo gemocht. 

Mit Erwin Leder (Das Boot) und Wiggerl Adam (Hallucination Company) verbindet mich seit meiner Zeit in Wien auch heute noch eine freundschaftliche Bande. Private Querelen verhinderten damals allerdings „mehr“ aus all diesen Kontakten zu machen.

1989 habe ich dann in Mönchengladbach den „Future Blues“geschrieben.

1990 bin ich dann ins Allgäu gezogen, wo ich eine mobileT. Shirt Druckerei gegründet habe, die ich allerdings 1996 in Folge des Verlustes meiner Lenkerberechtigung, da ich alkoholisiert einen gewaltigen Unfall hatte, wieder aufgeben mußte. Doch auch hier stand mir das Glück, wie schon so oft, treu zur Seite und es ist eigentlich „nichts“ passiert.

In dieser Zeit bis 1996 habe ich mich allerdings professionell in Grafik-Design einarbeiten können, und viele T.Shirt Designs umgesetzt oder selbst kreiert. 1996 kam dann mein jüngster Sohn zur Welt und in der Folge hatte ich mit meiner Frau einen klassischen Rollentausch vereinbart. Ich war plötzlich Hausmann, der gerne kocht und bäckt, und habe mich leidenschaftlich der Erziehung meiner Kinder gewidmet. 

In den Jahren 2000 bis 2010 lebte ich mit meiner Familie dann in Köln. Ich war von Anfang an im legendären Gebäude 9 sowas wie das „Mädchen für alles“. Als Nebenerwerb durfte ich mich wieder in der Baubranche/Innenausbau betätigen, Hier wurde ich auch in die Kunst des Fliesenlegens eingewiesen. Ferner im Messebau, als Abräumer in der Messegastronomie, als Bodenleger und Maler. 

2008 habe ich dann den „Future Blues“ studiomäßig in Szene gesetzt“ 

Seit 2010 lebe ich wieder in Österreich. Hier war ich zeitweise u. a. wieder als Kassierer, Barmann, und Putzkraft beschäftigt.

Unter dem Namen "Sir Price Club" wurde 2012 mein "Future Blues" durch einen CD-Sampler von "Dreckhund" der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kritik ist sensationell: Von "Der Mann is da Hammer" bis "Ossi for President", ein Nr. 1. Hit Allgäu in Rock! ... Website Dreckhund (etwas runterscrollen bis "Sir Price Club")

Seit 2015 bin ich nun offiziell als „freischaffender Künstler“ gemeldet.

Selbstredend habe ich an sämtlichen Orten stets Theater und Musik gemacht, später ab der Zeit in Köln auch Liveauftritte von Bands gefilmt und auf youtube gestellt. 

Ich weiß, dies alles ist ein bißchen viel, aber dies ist nun mal mein Werdegang, mein persönlicher Background. Den ein oder anderen Job habe ich wohl auch vergessen.

 





Die Güte meiner Darstellungen hätten jedem anderen schon längst Weltruhm eingebracht.